ECC, Bitflips und der Mensch

Ich teste derzeit einen Server für kritische Datenbankanwendungen und Microsoft RDS ohne die Verwendung von ECC. Der Test soll klären, ob es merkliche Auswirkungen auf die Stabilität im Betrieb gibt und vor allem soll geklärt werden, wie valide die Daten bleiben. 

Warum?

  • Fertige Server und Serverkomponenten sind qualitativ kaum besser als “Gamer Hardware”
  • Ersatzteile sind leicht und normalerweise sehr schnell zu beschaffen
  • Geräte können sehr leise und dennoch sehr leistungsstark sein
  • ECC Speicher bremst das System ein wenig
  • Komponenten außerhalb des Hauptspeichers sind immer anfällig für Bitflips

 

Gerade bei preiswerteren Prozessoren und Mainboards, wie den Ryzen Modellen bei AMD, kommt es oft vor, dass keine ECC Unterstützung angeboten wird. Da sich die entsprechenden Systeme aber ansonsten hervorragend als Server nutzen lassen, möchte ich hier aufzeigen, für welche Anwendungen solche Non-ECC Geräte unproblematisch genutzt werden können. 

 

Virtualisierungsplattform und Sicherungen sind Voraussetzung

Um bei einem Bitflip, sollte es doch einmal vorkommen, sein System nicht komplett zu verlieren, empfehle ich eine Virtualisierungsplattform als Grundlage. Über solche Lösungen lassen sich Sicherungen schlicht einfacher verwalten. 

In unserem Beispiel wird Xcp-ng verwendet. Es handelt sich hierbei um eine Community-Version des allseits bekannten XenServers.  

 

Auswertung

Testzeitraum: 01.01.2018 – 01.01.2021

Zwischenergebnisse vom 06.01.2019

Verfügbarkeit Server ECC bisher: 98,8% bei normaler Nutzung CPU <= 30%) 

Verfügbarkeit Server nonECC bisher: 99,5% bei normaler Nutzung CPU <= 30%)

Die Datenbanken sind bisher synchron und weisen keine gekippten Bits auf. 

 

;tldr

Ist das menschliche Gehirn sicher vor Bitflips? Wenn man sich die terroristischen Akte auf unserer schönen Welt so anschaut, bin ich mir da nicht so sicher….

 

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